Die Moulin Rouge Dinner Show in Paris

Posted by parisblogger | paris | Thursday 26 January 2012 9:21 am

In dem wunderbaren Lied „La chanson des fortifs“ sinnierte die unvergleichliche Fréhel über das Verstreichen der Zeit und fragte sich, was wohl aus den Liedern des einst berühmten Aristide Bruant geworden sei, der seine großen Erfolge zeitgleich mit der ersten Epoche des Moulin Rouge feierte und ebenso wie das mystische Etablissement auf den Plakaten seines Freundes Toulouse-Lautrec verewigt wurde, der wohl großartigste graphische Chronist der paradoxen und faszinierenden, dekadenten Jahre des späten 19. Jahrhunderts und der Belle Epoque.

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Fréhel selbst, ein großer Star der Generation nach Bruant, sagte damals schon den unvermeidbaren Niedergang all dessen voraus, was jene außergewöhnlichen Epoche in Paris ausmachte, eine Epoche, deren Atmosphäre auf unübertreffliche Weise von Marcel Proust in einem grenzenlosen Buch festgehalten wurde, welches unter anderem die Geburtsstunde des Films betrachtete, sowie die erste Verherrlichung des industriellen Designs, die Erfindung des Automobils, den Sport und andere Formen, der Geschwindigkeit zu frönen, japanische Einflüsse, die Theosophie, Avantgarde und impressionistische Musik, den ästhetische Triumph der russischen Balletts von Diaghilev, und, aus der Hand der faszinierenden, imaginären Flora, Fauna und Teratologie, welche uns die von Grimard entworfenen Eingänge zur Metro suggerierten, die Verwandlung der Stadt in eine verhexte Landschaft voller schrecklicher und magischer Eingänge hinab in das Unbekannte, welche das ideale Szenario für ein urbanes, pataphysisches und surrealistisches Abenteuer boten.

Und obwohl Fréhel in ihrem Lied vielleicht andere Elemente nannte, so kündigte sie doch den Untergang all dieser Dinge an, ebenso wie den der Helden und der nachfolgenden Objekte und Moden, ihren eigenen Untergang eingeschlossen, während sie mit den Worten Trost spendete, dass die Zeit zwar die solidesten Festungen einreißen kann, jedoch immer die Lieder existieren werden – die Geschichte des „Averroes“ von Borges sollte Jahrzehnte später den Schmerz ange-sichts des essenziellen Schwundes der Dinge noch wirkungsvoller lindern, indem sie darauf vertraute, dass „die Zeit, welche die Schlösser plündert, die Verse bereichert“.

Trotz alledem gibt es das mythische Moulin Rouge (http://www.moulinrouge.fr/index_gb.php#/histoire/) auch heute noch, mehr als 120 Jahre nach seiner Eröffnung. Zusammen mit den anderen Kabaretts der Butte Montmatre zählt es zu den Hauptverantwortlichen für die steigende Beliebtheit des Distrikts, der nach verbotener Frucht schmeckt. Ungeachtet der 1891 durch den Bau der Basilika Sacre-Coeur aufkeimenden Hoffnungen, welche einen etwas frömmeren Weg für diese Gegend des Nordens von Paris voraussagten, die für die Geschichte der zeitgemäßen Kunst so prägend werden sollte. Vielleicht wurde die ewige Spannung zwischen Himmel und Hölle nie eleganter, schöner und präziser in Szene gesetzt.

Wiederbelebt und zurückgekehrt zu all seinem Glanz als Music-Hall-Tempel ab der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts, lassen sich nur wenige Dinge mit einem Dinner im Moulin Rouge vergleichen (wählen Sie aus fünf verschiedenen Menüs, begleitet von Champagner), während sie eines der besten Revuespektakel und Kabaretts der Welt bestaunen (eine Cancan-Vorstellung selbstverständlich inklusive).

 

 

 

 

 

 

 

 

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Paris und Wildes Salomé (II)

Posted by parisblogger | paris | Monday 28 March 2011 8:48 am

Trotz der Rivalität mit Stéphane Mallarmé, der noch nicht sein Gedicht „Hérodiade“ beendet hatte, haben die jungen Schriftsteller in seinem Kreis sich auf Wildes Seite begeben. Es waren Marcel Schwob, Adolphe Retté und Piere Louys, dem dieses Werk gewidmet ist, haben dem irischen Schriftsteller bei der Korrektur des Textes geholfen, der zuerst als ein Prosastück gedacht wurde, um später ein Gedicht zu werden.

paris salome wilde

Obwohl Wilde viel über Salomé wusste, so schien das einzige Bild, das ihm gefiel, das von Gustave Moreau zu sein, mit dem er in Kontakt trat, nachdem er Huysmans Kritik über ihn gelesen hatte.

Die Obsession von Wilde trieb ihn nicht nur dazu an, ununterbrochen über das Thema zu reden, sondern sogar Frauen auf der Straße zu verfolgen, die für ihn das Bild Salomés verkörperten, dass er nach Schmuck ausschau hielt, dass der Figur gut passen würde.

Einmal hat bat er die Brust einer geköpften Frau zu sehen, die noch Blutflecken auf dem Hals trug, die er im Haus des symbolistischen Schriftstellers Jean Lorrain fand und die er sofort mit dem Kopf Salomés in Verbindung brachte.

Aber vielleicht ist die bekannteste Geschichte die, wo er bei Stuart Merrill zu Abendessen geladen war und wo Rémy de Gourmont ihn darüber informierte, dass er wohl zwei Salomés durcheinander brachte, nämlich die Tochter von Herodes und die Tänzerin, die in der Bibel erscheint. Später sagte Wilde zu ihm: „dieser arme Gourmont glaubt, er wisse mehr als jeder andere. Was er uns erzählte, war das Wissen eines Schullehrers. Ich mag die andere Wahrheit lieber, nämlich die meinige, die wie ein Traum ist. Zwischen beiden Wahrheiten, ist die falsche die echte.“

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Ein wahres Genie. Wer appartments in Paris mietet, sollte sich an diese wunderbaren Geschichten erinnern.

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Moulin Rouge

Posted by parisblogger | paris | Thursday 14 May 2009 3:49 pm

Wenn man vom Kabarett und Paris spricht, dann spricht man nur vom Größten der Größten: das berühmte Moulin Rouge. Das Moulin Rouge ist ohne Zweifel das berühmteste Varieté auf der ganzen Welt, das neben dem Eiffelturm zum Wahrzeichen von Paris geworden ist.

moulin rouge in paris

Dieses berühmte Kabarett wurde im Jahre 1889 von Josep Oller und Charles Zidler im Rotlichtviertel Pigalle, im Stadtteil Montmartre, entworfen und konstruiert. Seitdem war es das bekannteste Nachtlokal in der französischen Hauptstadt. Das Gebäude, dass eine riesige Windmühle nachbildet, beherbergte große Künstler wie Edith Piaf, Liza Minelli, Frank Sinatra, Yves Montand oder Ginger Rogers. Der Star am Sternenhimmel des Moulin Rouge war jedoch Celeste Mogador, die Erschafferin des berühmten Quadrille, der teuflische Tanz, der jedem Pariser den Kopf verdrehte und aus dem später der berühmte französische Cancan entstand.

Damals war der Stadtteil Montmartre sehr angesagt, aber mit den vielen Prostituierten auch sehr verrucht. Das, was früher ein Ort für die bescheidenen Leute war, wurde schnell zu einem luxuriösen Lokal der Aristokraten von Paris. Heutzutage ist das Moulin Rouge eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Tausenden von Touristen, die nach Paris reisen. Sogar noch heute werden dort viele Spektakel mit dem Hauch der Belle Épocque veranstaltet. Ein atemberaubendes Ambiente, genau wie es früher auch so war.
In den Anfangsjahren war das Moulin Rouge ein Operettenhaus und ein bekannter Tanzsalon. Im Laufe der Zeit wurde es zu einem der ersten Lokale, in denen Striptease zu sehen war. Das war damals natürlich ein absoluter Skandal. Heutzutage werden Ihnen dort zahlreiche Vorführungen geboten, an denen mehr als 100 Künstler teilnehmen, 60 von denen sind die berühmten “Doriss Girls”. Zudem bietet Ihnen das Moulin Rouge eine der köstlichsten Küche in ganz Paris.

Das Moulin Rouge war eine wahre Inspiration für Toulouse-Lautrec, dem Maler und Grafiker des Post-Impressionismus. Moulin Rouge war auch der Titel eines berühmten Buches, das später im Jahre 1952 verfilmt wurde und in dem José Ferrer und Zsa Gabor die Hauptrollen spielten. Viele Jahre später, im Jahre 2001, wurde ein weiterer Film, der sogar bei der Oscar Verleihung nominiert wurde, mit dem Titel “Moulin Rouge” gedreht, dieses Mal mit den Schauspielern Nicole Kidman und Ewan McGregor.

Wenn Sie eine spektakuläre Nacht im legendären Moulin Rouge erleben möchten, dann sollten Sie mit ungefähr 100€ für die Show oder zwischen 140 und 170€ für ein Abendessen+Show rechnen. Wollen Sie das Moulin Rouge einmal hautnah erleben? Mieten Sie sich eines der besten appartments in Paris und entdecken Sie den Zauber des berühmtesten Kabaretts weltweit.