Ist die Moral inexistent?

Posted by parisblogger | paris | Friday 19 March 2010 11:17 am

Die Besorgnisse um das Fehlen von moralischen Regeln und Normen bei der anwachsenden Jugend werden von Tag zu Tag immer Größer. Und obwohl diese Vorurteile der Jugend von Heute nichts Neues mehr sind, scheint es so, als ob die Religion einen immer kleineren Teil des Alltagslebens einnimmt – und genau das erschreckt viele, wobei es Anderen wiederum völlig egal ist.

inexistente moral

Religion bietet uns, neben anderen Dingen, gewisse Grundsätze, wie man sich verhalten muss, um ein guter Gläubiger zu sein, und dadurch automatisch ein guter Mensch in der Gesellschaft dar zu stellen. Trotz dieser Regeln und Muster wie z.B. in der christlichen Kirche, gibt es schon seit Ewigkeiten ein bestimmtes Regelsystem bei dem Fehler und nicht vorschriftsgemäßes Vorgehen, die so genannten Sünden, bestraft werden. Genau nach diesem Muster wird noch immer vorgegangen. Aber was hat nun genau verursacht, dass der Priester in den Sonntagsmessen vor immer wenigeren Gläubigern predigt?

Die meisten moralischen Normen werden heutzutage nicht mehr von der Religion, die immer mehr an Glaubwürdigkeit verliert, vorgeschrieben. Es ist der gesunde Menschenverstand und das Miteinanderleben in einer Gesellschaft, die uns die moralischen Regeln diktieren. Es ist beispielsweise merkwürdig zu hören, dass Gläubiger der verschiedensten Religionen eher Agnostiker und Atheisten verurteilen als andere Glaubensrichtungen. Demnach hätten diese keine moralischen Werte nach denen sie sich richten sollten. Vielleicht finden die Gläubigen es auch komisch, dass genau diese verurteilten Menschen keine Pistole auf dem Nachttisch liegen haben und auch nicht jede Nacht um die Häuser ziehen, um die guten Gläubiger aus der Welt zu schaffen und somit das totale Chaos in der Gesellschaft zu verursachen.

Vor mehr als einem Jahrhundert verkündete Nietzsche den Tod Gottes. Damit bezog er sich auf die Verweigerung des Menschen gegenüber Göttlichkeiten. Das Ziel nach dem man sich also richten sollte ist der berühmte „Übermensch“. Um diese Zielvorstellung zu erreichen, sollte sich der Mensch keinen äußeren Normen und Regeln von Religionen unterstellen, die als offensichtliches Spiegelbild der Vorstellung, wie der Mensch sein sollte, dienen. Ganz im Gegenteil, der Mensch sollte seine eigenen moralischen Werte, Normen und Regeln entwickeln. Das Vertrauen in sich selber und die Entwicklung zum guten Menschen diktieren von ganz alleine die moralischen Werte und führen zum ersehnten Ziel.

Nietzsche zufolge, kann der eigene Wille die Zerstörung und der Krieg sein. Eine Zerstörung, die vielleicht eine zukünftige Dekonstruktion ermöglicht. Zerstörung im Sinne etwas Neues und Besseres zu konstruieren. Was aber nicht heißen sollt, dass Nietzsche für den Krieg sei, auch wenn seine Worte oft ein wenig streng und rau klingen. Er hatte vielmehr tiefes Vertrauen in der menschlichen Natur, die dem Menschen dabei hilft, sich selber zu übertreffen. Ein Vertrauen, was in den meisten Religionen in so einer Art nicht zu finden ist, da viele nicht an die menschliche Natur glauben, obwohl diese nicht immer böse Absichten verfolgt.

Begehen Sie Sünden in der Stadt der Liebe, des köstlichen Käses und des Hochmuts. Mieten Sie sich die besten Appartments in Paris und vergessen Sie nicht Ihre sündhaften Erfahrungen mit Ihrem Partner oder jeglicher Person, die durch die Stadt streift, zu teilen.

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