Die verstörende Kunst von Romain Slocombe – Teil 1

Posted by parisblogger | paris | Monday 6 September 2010 9:24 am

Zierliche Japanerinnen sind mit Narben und blauen Flecken bedeckt, sie tragen Bandagen, Kragen, orthopedische Korsetts, die das Gefühl vermitteln, dass diese Frauen einen tragischen Unfall überlebt haben… Bilder, die uns schockieren, aber gleichzeitig etwas Ruhiges und eine sehr rare und mysteriöse Schönheit ausstrahlen, die vom dargestellten Kontrast herrühren: Stärke und Schwäche, Schmerz und Ruhe, Schönheit und Destruktion. So sind die Fotografien, die den Franzosen Romain Slocombe berühmt machten, einem Künstler, der seine „medizinische Kunst“ schon überall auf der Welt ausgestellt hat, natürlich immer begleitet von einer gewissen Polemik, da viele seine Kunst als frauenfeindlich einstufen.

Romain Slocombe wurde 1953 in Paris geworden, und hat schon von klein auf gewusst, dass er sein Leben der Kunst widmen würde. Schon während seines Studiums der Bildenden Kunst hat er verschiedene Techniken und Medien ausprobiert, wie Malerei, Film, Zeichnung, Comic und Fotografie..

 

1977 reiste er das erste Mal nach Japan, und hat sich sofort ind das Land, seine Ästhetik, sein Kultur und die Sprache des Landes verliebt…Und natürlich auch in die zerbrechliche und faszinierende Schönheit der Japanerinnen, die das Hauptmotiv seiner späteren Arbeiten wurden. Er ist auch mit der Welt der Shibari und Kinbaku, also der Welt des japanischen Bondage in Kontakt getreten, und wusste ab diesem Zeitpunkt seinen Bandagenfetisch perfekt mit anderen medizinischen Utensilien zu verbinden. In Tokio hat er auch eine lange und fruchtbare Freundschaft mit dem berühmten Nobuyoshi Araki, einem der besten japanischen Fotografen, geschlossen, mit dem er viele Ausstellugnsräume geteilt hat und Dokumentarfilme drehte.

 

Slocombe hat seine Werke weltweit ausgestellt, aber in Paris ist es immer einfacher seine Arbeiten zu finden. Ich rate euch also Appartements in Paris zu mieten, und den Schritten dieses unglaublichen Künstlers zu folgen…



No Comments »

No comments yet.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Leave a comment