Anti-Tabak Kampagne bringt in Frankreich das Fass zum überlaufen
Die letzte Anti-Raucher Kampagne von Droits des Non-Fumeurs (Vereinigung zum Schutze der Rechte von Nichtrauchern) bringt mit Abbildungen von rauchenden Jugendlichen in fragwürdigen Positionen das Fass wirklich um Überlaufen. Diese Botschaft verursachte nicht nur eine immense Empörung in Paris, sondern auch im ganzen Lande. Die Werbekampagne wurde bereits letzte Woche an die Medien geschickt, jedoch wird Gerüchten zufolge über ein mögliches Verbot nachgedacht.
Die Anzeigen waren vor allem an das junge Publikum gerichtet. Die Kampagne versucht diesmal auf einer etwas anderen Art und Weise, die Jugendlichen vom Rauchen abzuhalten und stellt vor allem Themen wie Abhängigkeit und Unterwürfigkeit anstelle von Gesundheit in den Vordergrund. Auf den Abbildungen wird ein Mann gezeigt, der sein Bein um die Schulter eines Mädchens, die eine Zigarette im Mund hat, legt, als ob sie ihn oral befriedigen würde. Eine ähnliche Abbildung gibt es von einem Mann und einen Jungen mit dem Slogan „Raucher sind Sklaven des Tabaks“. Die Anzeigen der Kampagne wollen mit dieser Strategie bei der Öffentlichkeit einen Schock erreichen, denn die vielen gesundheitlichen Warnhinweise werden doch von keinem mehr Ernst genommen. Viele wiederum denken, dass die Kampagne mit dieser Anspielung einfach einen Schritt zu weit geht.
Die kritischsten Gegner der Kampagne argumentieren, dass der sexuelle Missbrauch nicht auf dieser Weise banalisiert werden dürfe. Die Familienministerin Frankreichs (Nadine Morano) forderte das Verbot dieser Kampagne. Sie ist der Überzeugung, dass es viele weitere gute Möglichkeiten gäbe, um Jugendliche vom Rauchen abzuhalten. Jedoch sind die Vertreter der Droits des Non-Fumeurs da ganz anderer Meinung.
Remi Parola bestätigt, dass die traditionellen Warnhinweise und Aufklärungsversuche bei den Jugendlichen einfach nicht mehr ankommen und dass gerade provokative Kampagnen viel sinnvoller sind. Die jungen Leute von heute sehen im Rauchen eine Art Freiheit und hören nicht auf die ganzen gesundheitlichen Warnungen und Konsequenzen. Wenn aber auf einmal die Rede von Abhängigkeit und Unterdrückung ist, dann hören sie anscheinend doch aufmerksam zu.
Die Ironie an der ganzen Geschichte ist, dass wir sehr wahrscheinlich gar nicht erfahren können, ob diese Kampagne überhaupt Erfolg haben wird. Denn wenn Nadine Morano die Kampagne wirklich verbieten lässt…. Aber Erfolg hat die Kampagne bei so vielen Kontroversen und Medienaufmerksamkeit eigentlich schon. Gerade durch das ganze Aufsehen wird das Interesse bei den Jugendlichen geweckt und der Kampf gegen die Nikotinsucht nimmt seinen Lauf.
Wenn die Kampagne wirklich durchkommt, dann erleben Sie sie doch am Besten mit Ihren eigenen Augen in Paris. Mieten Sie sich die komfortablen und kostengünstigen Appartments in Paris und testen Sie selber, ob diese ganze Furore auch wirklich angebracht ist.






