Liebesverrücktheiten

Posted by parisblogger | paris | Friday 28 May 2010 10:22 am

Stell dir vor du fliegst über eine Stadt, ein Dorf, einen besonderen Ort, und die Tür des Flugzeuges öffnet sich und du fühlst die trockene Luft in deinem Gesicht. Als du dich an der Tür festkrallst bist du in Panik, deine Beine zittern, deine Hände schwitzen und Gott sei Dank trägst du Handschuhe, die dir dabei helfen, die festzuhalten. Du atmest tief ein und springst. Einen Moment lang kannst du deinen Atem nicht mehr spüren, du kannst nicht denken, nicht fühlen und du merkst wie deine Gesichtszüge entweichen. Die Schnelligkeit des Windes deformiert dein Gesicht, du kannst nicht schreien, und fällst bei einer unvorstellbaren Geschwindigkeit und kannst sehen, wie der Boden sich immer mehr nähert. Als du dir dessen bewusst wirst, was du gerade tust, ziehst du an einem Kabel und betest alle Götter an, damit sich dein Fallschirm öffnet. Und auf einmal steigt dein Körper wieder, um sich dann schließlich sehr langsam dem Boden zu nähern. Und von dort unten, hoffst du, dass die Person das gelesen hat, was neben deinem Fallschirm zu sehen sein müsste.

liebesverrucktheiten

Dies, meine Damen und Herren, ist ein unglaublicher Liebesbeweis, oder besser gesagt, ein beweis für Liebesverrücktheit. Eine Sache, die man aufgrund eines konkreten Motivs macht, und etwas das so besonders ist, dass sie die Aufmerksamkeit dieser unglaublichen Person weckt, die du liebst. Aber diese Aufmerksamkeit erregst auf eine extreme Art und Weise, und zwar nicht, in dem du ihr eine Rose kaufst oder sie mit ins Kino nimmst, oder auf ein romantisches Wochenende in der Stadt der Liebe einlädst und eins der wunderbaren Appartments in Paris mietest. Nein, es geht darum deine Prinzipien zu beweisen. Einen Akt zu vollbringen, der seinesgleichen noch sucht, aber vor allen dingen, einen Akt, über den man nicht zwei Mal nachdenken sollte, denn dann besteht die Gefahr, dass du diese Liebesverrücktheit nie begehst.

Das Schlimmste ist, dass diese Dinge, dir leider nicht garantieren können, dass du das bekommst, was du willst, also kann es sein, dass du dein Leben umsonst aufs Spiel setzt. Aber letztendlich, hast du alles für jemanden gegeben. Und in Wirklichkeit ist es auch nicht nötig, von einem Flugzeug zu springen, um deine Liebe zu gestehen, um Vergebung zu bitten, oder irgendeiner anderen Sache, da das Wichtigste bei einer Liebesverrücktheit ist, dass du nach ihrer Vollbringung noch am Leben bist…Wir wollen also nicht unbedingt den Geist Romeo und Julias, oder von Thelma und Louise wiederbeleben, denn darum geht es nicht. Es ist nicht nötig sich samt eines wunderschönen Ford Thunderbirds in eine Schlucht zu stürzen, um irgendwas zu beweisen. Das Wichtigste ist, dass man jede Liebesverrücktheit aus Überzeugung vollbringt und darauf hofft, dass die geliebte Person dies wertzuschätzen weiß.

Trans-national – Trans-generational.

Posted by parisblogger | paris | Thursday 27 May 2010 10:41 am

Künstler nach dem Mauerfall im Pompidou

rans-national-–-trans-generational

Die Ausstellung Trans-national: Trans-generational: Promises of the Past macht eine eigenartige und profunde Reise ins Europa nach dem Mauerfall. Sie ist bis Juli in der Südgallerie des Pompidou Contemporary Art Centre zu sehen.

Die Ausstellung stell die alten europäischen Gegenseiten Ost/West einander gegenüber und zeigt Werke von über 50 Künstlern aus Zentral- und Osteuropa und interpretiert die traditionellen Lehren der Kunstgeschichte als linear und fortlaufend.

Die Ausstellung zeigt Werke von Künstlern wie Sanja Iveković (Zagreb 1949), der sein eigenes Bild in verschiedenen Formaten aufnahm, um die Realität seines Landes zu illustrieren, Dimitrije Bašicevic Mangel (Zagreb, 1949), der einige Jahre in Wien lebte und dann aktiv war in der Oppositionsbewegung im ehemaligen Jugoslawien und Edward Krasinski (Lustk, 1925), der mit 60 nach Warschau zog, wo er die Foksal Gallery (1966) eröffnete. Die Kunst und die Themen dieser drei Künstler wurden ohne Zweifel von Einflüssen ihrer Herkunftsländer inspiriert, insbesondere weil ihre Arbeit die sozialen, politischen und kulturellen Unstimmigkeiten der letzten 30 Jahre aufgriff.

Auch hervorzuheben ist die bemerkenswerte internationale Verteilung der Künstler; jeder von ihnen hat in international renommierten Shows ausgestellt, zum Beispiel die Dokumenta in Kassel, die Biennale in Venedig und andere hochangesehene Ausstellungsorte wie die Tate Gallerie in London oder MOMA in New York.

Mehr als 160 Arbeiten kommen nun im Pompidou zusammen und decken eine Vielzahl künstlerischer Disziplinen in einer scheinbar chaotischen Weise: Ursprüngliche Raumkunst von Sosnowska (Polen) als Gegensatz dazu die Installation von dem Slowenen Tobias Putrih als Zerstörung der archivalischen Raums in Osteuropa, ausserdem den künstlerischen Austausch zwischen Paris und Osteuropa verfolgende.

Es wird auch eine Reihe von Dokumentarfilmen gezeigt über Künstler und deren Performances.

Es ist eine riesige Ausstellung, nicht der Grösse wegen, sondern wegen des Inhalts und seiner intellektuellen Relevanz. Für ein beachtliches „Hallo“ nach Paris im Frühling, miete Appartments in Paris und geniesse grosse Momente der Reflektion.

Schuld & Sühne im Musée d’Orsay

Posted by parisblogger | paris | Wednesday 26 May 2010 9:44 am

Fiodor Dostoyevksi Paris

Das Musée d’Orsay ist ohne Zweifel eins der schönsten Pariser Museen, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Das Gebäude an sich ist eine alter Bahnhof, der für die Weltausstellung 1900 erbaut wurde, und dessen Verwandlung in ein Museum von Gae Aulenti dirigiert wurde, was auf jeden Fall eure Neugier wecken sollte. Der Ausstellungsraum misst genau 16.852 m² und es besteht aus 80 Galerien und Sälen, in denen die Sammlung (mit Werken von 1848-1914) des Museums ausgestellt ist.

Der Roman vom russischen Schriftsteller Fjodor Dostojoweski „Schuld und Sühne“ schenkt dieser originellen und interessanten Ausstellung, die am 16. März eröffnet wurde und bis zum 27. Juni 2010 andauert. Das Verbrechen und das Strafsystem geben Anlass zur Diskussion ihrer politischen, rechtlichen und sozialen Aspekte. Zudem ist der Krimi eins der interessantesten Genres, das weltweit eine große Anhängerschaft hat.

Die Ausstellung um Musée d’Orsay thematisiert eine historische Periode, die 1791 in Frankreich beginnt, als der Marquis de Sant Fargeau Louis Michel le Peletier die Todesstrafe aufgehoben hat, und am 30. September 1981 mit der definitiven Aufhebung der Todesstrafe endete. Für jede Epoche wurden passende Werke und die wichtigsten Veröffentlichungen ausgewählt, wie beispielsweise das Werk „Marat erschossen“(1793) von Jean-Joseph Weerts, oder „Der bedrohte Mörder“ von René Magritte..

Nicht nur in der Literatur, sondern auch in der bildenden Kunst, von der Malerei bis hin zur Fotografie und dem Film manifestierte sich das Interesse für Verbrechen und seine Strafmethoden, wie zum Beispiel die Todesstrafe und ihre makaberen Symbole wie das Schafott, die Guillotine und der elektrische Stuhl.

Künstler wie Goya, Gericault, Picasso und Magritte haben mit sublimen Werken dieser Thematik gewidmet.

Die Ausstellung stellt uns eine kunsthistorische Perspektive des Verbrechens und der Strafe vor, so dass es sich wirklich lohnt sie zu besuchen, da dieses Thema immer noch hoch aktuell ist. Um die Stadt von ihrer besten Seite zu sehen, mietet Appartments in Paris, wo ihr euch wie zu Hause fühlen werdet.

Das erotische Telefon

Posted by parisblogger | paris | Monday 10 May 2010 10:29 am

Steht ihr auf Telefonsex? Habt ihr es schon jemals ausprobiert? Sollte dies nicht der Fall sein, dann kann ich es euch nur ans Herz legen. Selbstverständlich hat dies nichts mit normalem Sex zu tun, aber diese Art von Sex hilft dir in jedem Fall dabei deine Sinnlichkeit zu erforschen und zu entwickeln. Es handelt sich hierbei um eine erotische Konversation, die dich dazu anheizen soll virtuellen Sex zu haben, und theoretisch auch zum Orgasmus bringen kann. Aber es soll in erster Linie um die pure Erregung gehen, die beide dazu verleitet, mit diesem Spiel überhaupt erst anzufangen. Aber wer sucht diese Art von Beziehung? Es gibt zweierlei Arten von Menschentypen, die auf Telefonsex zurückgreifen. Zum Beispiel derjenige, der eine Professionelle Sextelefonistin anruft, um seine Lust zu stillen. Du rufst also bei einer Sexhotline an und erlebst das höchste der Gefühle für einen kleinen Preis…Letztendlich ist dies ja ihr Job…

erotisches telefon

Aber wenn es nicht diese Art von Telefonsex ist, dann ist es schon schwierig ein solches Gespräch anzufangen, denn man kann ja nicht mit den Worten „also los, ab geht’s, lass’ uns Telefonsex machen!“ beginnen. Oft kommt es zu diesen Anrufen, wenn das Paar keinen physischen Sex haben kann, und sich deswegen, verrückt vor Lust, auf ein bisschen Sextalk am Telefon verleiten lässt. Natürlich muss es auch hier, wie bei normalem Sex, auf jeden Fall ein Vorspiel geben. Man kann zum Beispiel mit einer erotischen Kurzgeschichte beginnen, oder den anderen in seine Sexfantasien einweihen, oder ihm zu vermitteln, wo du jetzt in diesem Moment drauf Lust hättest. Und spätestens dann fängt der Gesprächspartner an zu Stöhnen und zu Keuchen, so dass der andere mitbekommt, dass er seinen Job richtig macht.

Diese Form des Sex ist in letzter Zeit vor allem durch bekannte Persönlichkeiten, oder Sportler wie Tiger Woods bekannt, die den Telefonsex dazu benutzt haben, um ihre Beziehungen mit ihren Partnern, oder Liebhabern nicht erkalten zu lassen. Natürlich können auch SMS in diese Form des Sex integriert werden, obwohl es so erstmal viel schwieriger erscheint, den anderen zum Orgasmus zu bringen, weil hier schon mehr körperlicher Einsatz von Nöten ist. In Wirklichkeit hätte ich nichts gegen Telefonsex, in einem Appartement in Paris liegend und mit wunderbaren Aussichten auf die Stadt der Liebe. Gibt es ein romantischeres Panorama, um dieses Erlebnis zu genießen? Bestimmt, und deswegen bin ich dazu bereit nicht nur in Paris, sondern in jeder anderen Stadt ein Appartement zu mieten, um diesen Moment zu erleben.